Der Mai ward gekommen, die Betreiber schlugen (wieder) aus...

Seit nunmehr einem Jahr herrschte Ruhe in Sachen Biomasse Heizwerk, aber irgendwie wollte man diesem Frieden nicht recht trauen. Und was soll man sagen...das Bauchgefühl hatte uns nicht getäuscht. Die ehemaligen Betreiber...oder immernoch Betreiber...oder Subunternehmer der REWAG melden sich zurück mit Zahlungsforderungen. Betroffen sind ehemalige Kunden der Biomasse Heizwerk Viehhausen Betreiber GmbH, die entweder den Wechsel zur REWAG nicht vollzogen oder auch den Vergleich mit der Betreiber GmbH nicht geschlossen hatten.

 

Diesem Nachforderungsschreiben wurde ein Urteil des Kartellgerichts Nürnberg beigelegt, dem die Betreiber GmbH die Rechtfertigung ihrer Forderungen zugrunde legt.

 

Tatsache jedoch ist, dass dieses Urteil alleinig einen ehemaligen Kunden der Betreiber GmbH betrifft, dessen Wärmeliefervertrag von den Betreibern gekündigt wurde, dies gerichtlich für rechtmäßig entschieden wurde, und für den trotz Kündigung und weiterlaufender Wärmelieferung seitens der Betreiber GmbH ein Wärmepreis gefunden werden musste.

 

Jeder von der Betreiber GmbH nicht rechtskräftig gekündigte Wärmekunde ist von diesem Urteil keinesfalls betroffen und ist auch weiterhin zu keiner Nachzahlung verpflichtet!

 

Was die Betreiber GmbH nicht bedachte ist, dass diese wieder einmal überstürzte Aktion dummerweise ganz schnell nach hinten losgehen könnte. In besagtem Urteil wird die Betreiber GmbH vom Kartellgericht Nürnberg verpflichtet, den gewährten 60%igen Grundpreis-Rabatt für Freunde, Spezl und Verwandte auch besagtem gekündigten Kunden zuzugestehen.

 

Und wenn die Betreiber GmbH der Meinung ist, dass alle angeschriebenen Kunden von diesem Urteil betroffen sind, dann wäre der Umkehrschluss, dass jeder ehemalige Kunde der Betreiber GmbH, der je nach dem WLV2010 bezahlt hat, das Recht hat eine Rückforderung auf 60% des Grundpreises zu stellen...auch die Kunden, die den Vergleich mit der Betreiber GmbH angenommen hatten. Schließlich haben diese ja für Januar bis April 2013 die Preise des WLV2010 bezahlt.